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Sitemaps: Eine einfache Erklärung und Anleitung

In den unendlichen Weiten des Internets kann es schon mal vorkommen, dass man auf manchen Seiten etwas den Überblick verliert. Dies geht nicht nur vielen Nutzern so, sondern auch Google. Aus diesem Grund wurden Sitemaps erfunden. In diesem Artikel erfährst du fast alles, was du über dieses praktische Werkzeug wissen musst.

Was sind Sitemaps?

Eine Sitemap ist ein hierarchische und vollständige Liste aller Unterseiten einer Website. Dabei unterscheidet man von zwei verschiedenen Arten von Sitemaps. Einerseits existiert sie als für Nutzer unsichtbare aber für Suchmaschinen wie Google oder Bing sehr nützliche Text-Datei oder andererseits als eine für Nutzer sichtbare und einem Inhaltsverzeichnis ähnelnden Liste auf einer eigenen Unterseite oder dem Footer der Website.

Sehen wir uns mal zur Veranschaulichung die Website des wunderbaren Verkehrshauses in Luzern an (Kleine Anmerkung: Dieses Museum ist immer einen Besuch wert!):

Die Sitemap-Datei für Suchmaschinen und die für Besucher findest du unter 

https://www.verkehrshaus.ch/startseite/sitemap.xml bzw. https://www.verkehrshaus.ch/footer/menu/sitemap.html.

Suchmaschinen-Sitemaps werden meistens im sog. XML-Format gespeichert und lassen sich nur mit Browsern und Tools anzeigen, welche dieses Format unterstützen:

Screenshot der XML-Sitemap der Website des Verkehrshauses LuzernScreenshot der XML-Sitemap der Website des Verkehrshauses Luzern

Nutzer- bzw. HTML-Sitemaps kommen schon etwas schicker daher und können meist über einen Link im Footer oder Header der Website angesteuert werden.

Screenshot der HTML-Sitemap der Website des Verkehrshauses LuzernScreenshot der HTML-Sitemap der Website des Verkehrshauses Luzern

Um zu der Sitemap zu gelangen, hängt man normalerweise einfach "/sitemap.xml" an die Domain einer Website an. Bleibt dies aber erfolglos, lohnt es sich, den Sitemap Test von SEO Site Checkup zu nutzen. 

Welche Bedeutung haben Sitemaps für die Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Für Suchmaschinen haben Sitemaps eine überaus wichtige Bedeutung: Sie helfen Google und Co. beim Entdecken, Verstehen und Indexieren der ganzen Website. Zwar crawlen der Googlebot und andere Webcrawler die Seite auch ohne Sitemap über Verlinkungen ab, sie stellt aber eine deutliche Hilfe dar. Somit wird sichergestellt, dass alle (Änderungen von) Unterseiten einer Website schnell in den Index aufgenommen und bei den entsprechenden Suchanfragen in den Suchergebnissen angezeigt werden. Auch Seiten, die nicht untereinander verlinkt sind, werden so sichtbar. Für sich gesehen handelt es sich bei Sitemaps jedoch nicht um einen Rankingfaktor. 

Für Besucher bieten Sitemaps einen guten Überblick über die Seite und liefern deshalb einen wichtigen Beitrag für die User-Experience. Doch das ist noch nicht alles: HTML-Sitemaps helfen gemäss Matt Cutts von Google auch, den Linkjuice auf die Unterseiten zu verteilen, da somit garantiert wird, dass alle wichtigen Seiten aufgelistet und mit ein paar Klicks erreichbar sind. 

Somit sollte jeder, der sich ernsthaft mit Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing beschäftigt, wissen, was eine Sitemap ist und wie man diese erfolgreich erstellt und führt.

Wie ist eine Sitemap technisch aufgebaut?

Suchmaschinen-Sitemaps sind in der Regel im XML-Format gespeichert. XML ermöglicht es, hierarchisch strukturierte Daten innerhalb einer Textdatei auszuzeichnen und darzustellen. Jeder Listeneintrag (url) innerhalb einer URL-Liste (urlset) einer Sitemap-XML-Datei beschreibt eine Unterseite und kann durch folgende Daten spezifiziert werden: 

  • Ort (loc): URL des Dokumentes.
  • Letzte Änderung (lastmod): Zeitpunkt der letzten Änderung des Dokumentes.
  • Änderungsfrequenz (changefreq): Häufigkeit der Änderungen am Dokument.
  • Priorität (priority): Durch diese Eigenschaft wird Suchmaschinen kommuniziert, welche Seiten beim Crawling durch Suchmaschinen-Bots bevorzugt werden sollen.

Dabei haben sind vor allem die ersten zwei Angaben gemäss John Mueller für Google Relevanz. 

Als Einträge können auch XML-Sitemap-Indexdateien (sitemap) dienen. Grössere Websites können somit ihre Struktur in mehreren Sitemaps darstellen und organisieren, was einen technischen und administrativen Vorteil bietet. So kann man etwa eine Sitemap allein für Blogartikel und eine für Videos erstellen. Beispielsweise verweisen die meisten Einträge der Haupt-Sitemap der Website der NZZ auf zeitintervallspezifische Unter-Sitemaps: 

https://www.nzz.ch/sitemap.xml   

Ganz oben in der Sitemap wird ausserdem meist die XML-Version, das Encoding und der Protokollstandard der Datei angegeben.

Weitere Informationen zum technischen Aufbau von XML-Sitemaps gibt es in der auf folgender Seite: https://www.sitemaps.org/de/protocol.html  

Bei User-Sitemaps handelt es sich meist um normale HTML-Dokumente, die eine hierarchische und verlinkte Liste aller Unterseiten bieten.

Wie erstelle ich Sitemaps?

Sitemaps kann man entweder selber von Hand coden, einen sogenannten Sitemap-Generator benutzen oder von einem Content-Management-System wie WordPress automatisch generieren lassen. Da das Erstellen und Aktualisierung der XML-Datei von Hand meist sehr aufwändig ist, empfiehlt sich für den Arbeitsalltag meist die zweite oder besser noch dritte Herangehensweise.

  • Code-Editor: Du möchtest die volle Kontrolle über den ganzen Quellcode der Sitemap? Dann können wir dir Code-Editoren wie Sublime Text empfehlen.  
  • Sitemap-Generator: (Online-)Tools wie XML-Sitemaps.com scannen deine ganze Website ab und spucken schliesslich eine XML-Datei, TXT-Datei oder sogar eine HTML-Sitemap aus.
  • CMS: Die meisten CMS wie WordPress, Joomla, Typo 3, Wix, Jimdo oder Drupal, Webshop-Systeme wie Shopware, Shopify oder Magento oder auch Wiki-Software bieten (über Plug-ins) Funktionen zur automatischen Generierung von Sitemaps an. Im nächsten Abschnitt wird speziell auf die Sitemap-Erstellung und -Verwaltung im mit Abstand am meisten verwendeten CMS "WordPress" eingegangen.

Sitemaps in WordPress

Da WordPress von Haus aus keine Funktion zum Erstellen von Sitemaps anbietet, müssen dessen Nutzer ein entsprechendes Plugin installieren. Diese Funktion wird entweder von Allrounder-SEO-Plugins wie "Yoast SEO" oder "Rank Math" oder von One-Trick-Pony-Plugins wie "Google XML Sitemaps" angeboten. 

Einmal installiert, läuft das Führen der Sitemap fast wie von alleine. Sobald im CMS eine neue Seite oder ein neuer Blogartikel erstellt wurde, übernimmt das Plugin automatisch den Eintrag sowie das Senden der URL an Google.

Wenn du, wie viele andere WordPress-Nutzer auch, das Plugin "Yoast SEO" nutzt, gehst du folgendermassen vor: 

  1. Klicke links im WordPress-Menü auf "SEO".
  2. Klicke auf "Allgemein".
  3. Klicke auf den "Funktionen"-Tab.
  4. Aktiviere den "XML Sitemaps"-Schalter.
  5. Klicke auf den "Änderungen speichern"-Button.

Und schon ist deine Sitemap aktiviert und wird automatisch geführt!

Weitere Informationen zum Erstellen und Einreichen von Sitemaps findest du auf folgender Google-Support-Seite: https://support.google.com/webmasters/answer/183668?hl=de 

Wie überprüfe ich meine Sitemaps?

Damit Sitemaps ihre optimale Wirkung entfalten, sollten sie nach ihrer Erstellung überprüft und validiert werden. In Sitemaps gehören nur Einträge, die auch wirklich indexiert werden sollen. 

Versuche dabei Duplikate von URLs, URLs mit Canonical-Tags, Session IDs in URLs, Seiten mit Statuscode 404/410, Weiterleitungs-URLs, Seiten mit Noindex-Tag und Bilder als Einträge zu vermeiden.

Auch dazu gibt es zahlreiche Tools wie den XML Sitemap Validator von XML-Sitemaps.com. Auch die Google Search Console zeigt dir nach dem Einreichen versch. Fehler innerhalb der Sitemap an.

Wie kommuniziere ich den Google & Co., dass ich eine Sitemap habe?

Als erstes solltest du die URL deiner Sitemap in der Robots.txt-Datei speichern. Für das Beispiel der Website des Verkehrshauses würde das so aussehen:

Sitemap: https://www.verkehrshaus.ch/startseite/sitemap.xml

Schliesslich kannst du auch selber aktiv werden und die URL der Sitemap bei der Google Search Console (ehemals Google Webmaster Tools) einreichen. Dafür klickst du einfach im Menü links auf "Sitemaps" und gibst unter "Neue Sitemap hinzufügen" die URL deiner Sitemap ein. Für Bing liefert diese Dokumentation Klarheit. 

Die Best Practices rund um Sitemaps

  1. Aktualität: Schau, dass deine Sitemap immer den aktuellen Stand deiner Website-Struktur widerspiegelt und das diese oft von Google gecrawlt wird.  
  2. Fehlerfreiheit: Eine saubere Implementation garantiert ein schnelles und fehlerfreies Crawling und Indexierung deiner Website durch Google.
  3. Umfang: Versuche, soweit es geht, deine gesamte Website innerhalb der Sitemap abzubilden.
  4. Eintrag der Sitemap in der Robots.txt-Datei: Vergiss nicht, die URL der Sitemap in der Robots.txt-Datei (auf dem Server der Website) zu speichern. Die Robots.txt-Datei gibt den Crawlern von Suchmaschinen Anweisungen & Hinweise für das Scannen und Indexieren der Website.
  5. Einreichen bei Google: Registriere deine Sitemap direkt in der Search Console.

Fazit

Erstelle und pflege deine Sitemaps! Damit tust du nicht nur Google, sondern auch deinen Besuchern einen Gefallen.

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Adrian Siuda

Nach seinem Studium in Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Universität Fribourg schwirrt er nun als Inbound Marketing Specialist bei BEE Inbound AG in Zürich herum. In seiner Freizeit zeigt er sich als leidenschaftlicher Tonspion und Konzertgänger.

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