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International SEO: Wie ranke ich meine mehrsprachige und internationale Seite?

Möchtest du den nächsten Schritt gehen und deine Webseite auch für internationale Besucher SEO-technisch aufbereiten? International SEO bietet dir genau diese Möglichkeit. Du kannst damit wachsen und die gewünschten Zielmärkte erreichen. 

In diesem Artikel gehen wir darauf ein, was du bei der Umsetzung von International SEO beachten und einhalten musst, um den Weg des internationalen Erfolgs zu beschreiten.

Wenn es darum geht, Geschäfte mit internationalen Kunden zu tätigen, müssen einige Aspekte von SEO anders angegangen werden, als bei Local SEO. Diesen Punkten solltest du Beachtung schenken, wenn du internationales SEO betreiben willst:

1. Analyse deines momentanen Website-Traffics, Bestimmung deiner Zielmärkte und Sprachen
2. Potenzialanalyse der definierten Zielmärkte
3. Länder- und sprachspezifische Ausrichtung
3.1 Länderspezifische Ausrichtung
3.1.1 ccTLDs - Ländercode Top-Level Domain
3.1.2 Sub-Directories oder Sub-Domains
3.2 Sprachspezifische Ausrichtung
3.2.1 Sub-Directories
3.2.2 ccTLD
3.3 Beachtung des Hreflang
4. Zusätzliche Optimierungen für International SEO
4.1 Allgemeine internationale Web-Optimierung
4.1.1 Crawlability and Indexability
4.1.2 Relevance
4.1.3 Sprach- oder Länderkennung
4.1.4 Sprachspezifikation
4.1.4.1 HTML Lang, Content Language Meta Tags und HTTP Headers
4.1.4.2 Hreflang Language Spezifikation
4.1.5 Webmaster-Tools Geolokalisierung
5. Fazit

SEO-MARKETING-2019


1. Analyse deines momentanen Website-Traffics und Bestimmung deiner Zielmärkte und Sprachen

Der erster Schritt bei der Einführung von International SEO ist die Analyse deines Traffics. Es geht in der Traffic- und Conversion-Analyse darum, zu ermitteln, welche Länder und Sprachen die höchsten organischen Suchanfragen vorweisen. Du analysierst dafür die Sichtbarkeit des internationalen organischen Traffics und stellst fest, wie sich dieser Traffic zeitlich entwickelt hat und wo der grössten Anstieg und die grösste Sichtbarkeit zu erkennen sind. Stelle eine Liste mit den priorisierten Sprachen und Ländern zusammen, welche du zwingend erreichen möchtest – unter Berücksichtigung der Analysedaten und deiner Expansions-Strategie.

Ermittle, welche Keywords und welche Webseiten dir Sichtbarkeit in den identifizierten Zielmärkten gebracht haben und finde heraus, wie die Conversion Rate sich in diesen fokussierten Märkten verhält. Analysiere ausserdem, wie sich die Conversion Volumina und die Trends in den priorisierten Zielmärkten entwickelt haben – mit diesem Wissen kannst du besser einschätzen, wo du den Fokus setzen solltest.

Um diese Daten ausfindig zu machen, nutzt du optimalerweise Google Analytics. Unter “Audience” > “Geo Report” findest du die benötigten Auswertungen des aktuellen Traffics.

Falls du keine Google Analytics Daten zur Verfügung hast, kannst du auch die Google Webmaster Tools nutzen, um an die gewünschten Vergleiche zu kommen. Unter “Search Queries” kannst du ganz einfach nach “Location” filtern und erhältst die nötigen Daten.

Lege nun deine Zielmärkte final fest und notiere, in welchen Sprachen und in welchen Märkten du International SEO betreiben möchtest, um deine Reichweite und Sichtbarkeit massiv steigern zu können.

2. Potenzialanalyse der definierten Zielmärkte

Nun hast du die fokussierten Zielmärkte und Sprachen definiert, für welche du International SEO einführen möchtest. Als Nächstes geht es darum, die Such-Potenziale für diese Sprachen und Zielmärkte zu ermitteln und spezifische Keyword Researches durchzuführen.

Mit den Keyword Researches findest du die relevanten Keywords und Phrasen heraus, die dein internationales Publikum bei der Suche nutzt, um dein Unternehmen, deine Produkte oder Dienstleistungen zu finden.

Wenn du diese Daten aus einem der oben erwähnten Tools ziehst, vergewissere dich, dass du zusätzlich folgende Daten auslesen kannst:

  • Rankings für die aktuellen Keywords in den Zielmärkten
  • Organisches Suchvolumen für diese Keywords pro Land
  • Wettbewerbsintensität der Keywords pro Land

Tools, welche du hierfür verwenden kannst:

  • Google Keyword Planner
  • SEMRush
  • SimilarWeb

Du hast die relevanten Keywords ausgewählt, welche auf die unterschiedlichen Suchanfragen deines internationalen Publikums abzielen und hast deren organisches Suchvolumen identifiziert. Nun ist es an der Zeit zu prüfen, wie schwierig es ist, mit diesen Keywords auch wirklich gute Rankings zu erzielen. Hierfür musst du dir die Werte der “Keyword Difficulty” anschauen und diese auswerten.

Anschliessend solltest du länder- und sprachspezifische Listen mit den Keywords, die du angehen möchtest, erstellen. Meist sind dies Keywords oder Phrasen mit hohem Suchvolumen und niedriger Konkurrenz.

3. Länder- und sprachspezifische Ausrichtung

Wähle diejenigen Länder, welche ein ausreichend hohes organisches Suchvolumen für relevante und wettbewerbsfähige Keywords aufweisen. Mache dir grundlegend Gedanken darüber, ob du nach Ländern oder nach Sprachen “targeten” möchtest. Die untenstehende Grafik leitet dich durch diese Entscheidung.

Frage dich als Erstes, ob die länderspezifische Ausrichtung überhaupt notwendig ist für deine Web-Aktivitäten. Die Antwort lautet “Nein”? Dann starte mit der sprachspezifischen Ausrichtung.

Falls du die Frage des Länder-Targeting mit “Ja” beantwortest, kann die länderspezifische Ausrichtung durchaus angebracht sein. Hier musst du jedoch noch auswerten, ob du wirklich genügend Traffic und Conversions von den definierten Ländern feststellen kannst. Wenn der Traffic und die Conversions zu gering sind, solltest du mit der sprachspezifischen Ausrichtung starten und zu einem späteren Zeitpunkt auf länderspezifisches Targeting umstellen – und zwar dann, wenn der Traffic und die Conversions ausreichend hoch sind.

Die Grafik zeigt einen Ablaufplan zur Bestimmung, ob du eine länderspezifische oder eine sprachspezifische Ausrichtung umsetzen solltest:

Ist der Standort ein Faktor in Ihren Web-Aktivitäten?

3.1 Länderspezifische Ausrichtung

ccTLD, Sub-domains oder Sub-directories?

Gehen wir davon aus, du besitzt eine Website für dein Unternehmen in den USA (examplebusiness.com). Du expandierst nach Deutschland und willst multiregionale Websites erstellen. Im Allgemeinen gibt es 3 Möglichkeiten, wie du internationalisierten Content präsentieren kannst:

  1. Auf einer länderspezifischen Top Level Domain (ccTLD): examplebusiness.de
  2. Auf einer Subdomain: de.examplebusiness.com
  3. In einem Unterverzeichnis: examplebusiness.com/de

Alle Optionen haben Vor- und Nachteile. Es hängt von deinem Unternehmen ab, welche Option am besten zu dir passt.

Länderspezifische Ausrichtung

3.1.1 ccTLDs - Ländercode Top-Level Domain

Ist dein Unternehmen gross, multinational und hat viele Ressourcen? Dann ist eine Länderdomain, wie examplebusiness.de, eine gute Variante für eine multiregionale Website. Es ist der effektivste Weg, Google und deiner Zielgruppe mitzuteilen, in welchem Land du deine Zielgruppen angehst.

Es bedeutet aber auch, dass du die Domain erwerben und die Domain-Autorität von Grund auf neu aufbauen musst. Domain-Autorität bedeutet, dass Google deine Domain examplebusiness.com kennt und sie als vertrauenswürdige Quelle betrachtet. Eine ccTLD, wie .de, profitiert nicht von der Domain-Autorität deiner .com-Domain.

Bevor du dich für eine ccTLD entscheidest, solltest du immer genau prüfen, ob es sich lohnt, viel in diesen Markt zu investieren. Du solltest dich nur dann für eine ccTLD entscheiden, wenn es genügend Wachstumschancen in diesem Land gibt und du über genügend Ressourcen verfügst, um sie zu nutzen. Im Allgemeinen empfehlen wir: Wenn deine .com-Domain einen hohen Rang hat und dein Marketing-Budget begrenzt ist, ist eine der anderen Optionen ziemlich sicher die bessere Wahl.

3.1.2 Sub-Directories oder Sub-Domains

Wenn eine ccTLD für dein Unternehmen nicht ratsam ist, musst du zwischen Sub-Domains oder Sub-Directories wählen. Was wäre in diesem Fall die beste Wahl? examplebusiness.com/de oder de.examplebusiness.com?

Google wird eine Subdomain nicht als genau die gleiche Domain werten. Wie genau Google dies betrachtet, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass die Domain-Autorität von examplebusiness.com nicht vollständig in deine Subdomain fliesst, wie de.examplebusiness.com. Das bedeutet: Du kannst die für deine.com-Domain eingerichtete Domain-Autorität nicht in vollem Umfang nutzen. In diesem Fall empfehlen wir, ein Sub-Directory zu wählen, wie etwa examplebusiness.com/de.

3.2 Sprachspezifische Ausrichtung

Es gibt Länder wie die Schweiz, die vier oder mehr Amtssprachen haben. Wenn du Zielgruppen angehen willst, die mehrere Sprachen sprechen, musst du mehrsprachige Websites erstellen. Dies erfordert noch mehr Entscheidungen hinsichtlich deiner Domain-Struktur. In der Schweiz gibt es französischsprachige, italienischsprachige und deutschsprachige Regionen. Was wäre, wenn du dem französisch- und italienischsprachigen Teil der Schweiz eine andere Website zeigen wolltest?

3.2.1 Sub-Directories

Wenn du dich dafür entschieden hast, deinen Content in Unterverzeichnissen zu platzieren, kannst du am besten die folgenden URLs erstellen. Denke jedoch daran, dass du zuerst auf die Sprache hinweist und erst danach auf das Land.

examplebusiness.com/fr-ch
examplebusiness.com/it-ch
examplebusiness.com/de-ch

3.2.2 ccTLD

Nehmen wir an, du hast ein grosses Business und viele Ressourcen und hast dich deshalb für eine ccTLD entschieden: Du hast für die Schweiz examplebusiness.ch gewählt. In diesem Fall kannst du ganz einfach drei oder mehr Sprachvarianten als Unterverzeichnis zu deiner Website hinzufügen.

examplebusiness.ch/de
examplebusiness.ch/fr
examplebusiness.ch/it
etc.

3.3 Achte auf Hreflang

Wenn du mehrere Länder mit Websites ansprichst, welche Content in derselben Sprache führen, solltest du nie vergessen, hreflang zu implementieren! Mit hreflang sagst du Google, welche deiner Websites in welchem Land und für welche Sprache ausgespielt werden sollen. Darüber hinaus werden Probleme mit doppelten Inhalten vermieden. Dies ist wichtig, da analoge Inhalte fast unvermeidbar sind, wenn du Länder mit der gleichen Sprache angehst.

4. Zusätzliche Optimierungen für International SEO

Du hast dein gewünschtes internationales Web-Targeting und die Art der zu verwendenden Struktur ausgewählt. Nun musst du dies optimieren und sicherstellen, dass deine Website crawlbar, indexierbar und relevant ist und die gewünschten Ausrichtungs-Signale liefert, um Fehlausrichtungen der Suchergebnisse zu vermeiden.

4.1 Allgemeine internationale Web-Optimierung

Folgende Best Practices sollten in allen Fällen befolgt werden –, unabhängig davon, ob es sich um Länder- oder Sprach-Targeting handelt:

4.1.1 Crawlability und Indexierbarkeit

Da alle deine internationalen Web-Versionen crawlbar und indexierbar sein müssen, solltest du sicherstellen, dass die URLs unter der jeweiligen Webstruktur (derjenigen, die du zuvor gewählt hast) angezeigt werden und dass keine Skripte oder Cookies verwendet werden, die sie es den Suchmaschinen verunmöglichen, den Inhalt korrekt zu indexieren.

Zudem ist es wichtig, zwischen den verschiedenen internationalen Web-Versionen zu vernetzen. Aber übertreibe es nicht.
Wenn du zu viele dieser Vernetzungen hast, ist es besser, nur von den Hauptseiten auf die beliebtesten internationalen Versionen zu verlinken und sie dann alle in einer internen "internationalen Web-Versionen"-Seite zu präsentieren, über welche du von deinen Besuchern gefunden werden kannst.

4.1.2 Relevanz

Es ist von grundlegender Bedeutung, die verschiedenen Bereiche der Webseiten für jede deiner internationalen Versionen zu übersetzen (wenn sie sprachspezifisch sind) oder zu lokalisieren (wenn sie länderspezifisch sind). Und zwar unter Verwendung der Keywords und Phrasen, die du nach der ersten Keyword-Recherche definiert hast. Dazu gehören:

  • Menü- und Navigationselemente
  • URLs
  • Titel und die Meta-Beschreibung
  • Überschriften (H1, H2, H3 usw.)
  • Bilder und ALT-Beschreibungen

4.1.3 Sprach- oder Länderkennung

Anhand der IP-Adressen deiner Website-Besucher kannst du ausfindig machen, in welchem Land sich diese Besucher eingewählt haben. Zusätzlich findest du durch das Auslesen der Browsereinstellung heraus, welche Sprache deine Besucher eingestellt haben.

Mit Hilfe dieser Daten kannst du deinen Besucher darauf hinweisen, dass deine Webseite in seiner Sprache existiert bzw. dass es eine länderspezifische Webseite für das Land, aus dem er sich über seine IP eingeloggt hat, gibt. Auch wenn er ursprünglich auf eine andere Webseite zugegriffen hat.

Durch einen 302 Redirect werden deine Besucher auf die für sie passende Webseite weitergeleitet. Die Weiterleitung sollte nicht über ein Pop-up umgesetzt werden, da Pop-ups meist als aufdringlich wahrgenommen werden und sich negativ auf deine Crawlability auswirken können.

Wenn du diese Einstellungen vorgenommen hast, prüfe im selben Schritt, ob deine internationalen Web-Versionen von Google korrekt gecrawlt und indexiert wurden.

4.1.4 Sprachspezifikation

Du solltest die Sprache jeder Seite angeben, indem du folgende Attribute verwendest:

4.1.4.1 HTML Lang, Content Language Meta Tags, HTTP Headers

Google verwendet keine Meta-Tags oder HTML-Attribute, um die Sprache der Seiten zu identifizieren. Andere Suchmaschinen, wie z.B. Bing, hingegen schon. Deshalb empfehlen wir, diese einzubinden. Wichtig ist dabei, die Bezeichnung korrekt einzustellen und mit dem richtigen Sprachcode für jeden einzelnen Fall zu versehen.

4.1.4.2 Hreflang Language Spezifikation

Hreflang-Spezifikationen werden von Google und Yandex verwendet, um die Sprache zu identifizieren, auf die eine Seite fokussiert. Dies soll sicherstellen, dass dem jeweiligen Nutzer immer die richtige Version angezeigt wird. Hreflang verwendet die ISO 639-1 Codes, um die Sprache festzulegen.

4.1.5 Webmaster-Tools Geolokalisierung

Wenn du in gewissen Ländern spezifische Ziele verfolgst und keine ccTLDs, sondern Sub-Domains oder Sub-Directories verwendest, kannst du jede einzeln Seite unabhängig voneinander geolokalisieren und das spezifische Land in den Webmaster-Tools deiner Suchmaschine auswählen. Dazu gehören folgende Webmaster-Tools:

  • Google Webmaster-Tools
  • Bing Webmaster-Tools
  • Yandex Webmaster-Tools

5. Fazit

International SEO kann durchaus sinnvoll sein, wenn du feststellst, dass du überdurchschnittlich viel Traffic und Conversions aus anderen Ländern generierst. Bevor du jedoch in die relativ aufwändige Umsetzung gehst, analysiere deine Daten und entscheide, ob du eine länderspezifische oder sprachspezifische Ausrichtung verfolgen möchtest, um deine Aufwände so gering wie möglich zu halten und an den richtigen Stellen anzusetzen.

Suchst du einen Partner, der dich in diesem Bereich berät oder dich aktiv bei der Umsetzung unterstützt? Dann melde dich bei uns. Wir werden gemeinsam den passenden Weg für dich und deine Unternehmung finden.

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Dominik Brunner

Dominik brennt für alles Neue, was es in der Welt zu entdecken gibt. Ganz besonders in der Welt der Fotografie. Kein Wunder, dass er ein gutes Auge hat und die Dinge immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Zumal er als Techniker und als Kaufmann ausgebildet ist. Die grosse Fülle an Erfahrungen befähigt ihn wiederum zu einem fokussierten analytischen Denken unter Einbeziehung aller relevanten Faktoren. Faktenbasierte Analyse, fundiertes Reporting, konkrete Ergebnisse sind eine grosse Leidenschaft, die sich letztendlich durch alle seine Lebensbereiche zieht. Denn es geht letztendlich immer um den Erkenntnisgewinn.

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