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Influencer Marketing: Sind Influencer noch hot or not

Sie sind aus Instagram und Co. nicht mehr wegzudenken: Influencer. Egal ob Beauty, Fashion oder Technik – digitale Meinungsmacher haben in den letzten Jahren einen regelrechten Hype im Online Marketing erlebt. Doch immer wieder werden die Rufe laut, die Zeit der Influencer sei vorüber. Zeit, sich darüber auszutauschen.

Am 20.02.2020 – was ein Datum! – fand das Social Media und Community Manager Frühstück in München statt und lud Interessierte genau zu diesem Thema ein. Neben dem allgemeinen Austausch zeigte Martin Kydd in einem kurzen Impulsvortrag auf, wie die Beauty-Marke AVON zu dem Thema steht.

Start in den Tag

Die Vorstellungsrunde der Teilnehmer eröffnete Cathrin Mittermeier, Community & Social Media Manager bei E.ON Energie Deutschland GmbH und einer der Organisatoren des Treffens. Bei E.ON werden Influencer über Agenturen organisiert. Zu Beginn wurden noch Verträge zwischen E.ON und den Eltern der Influencer geschlossen, heute ist die Ausarbeitung viel professioneller, da beide Seiten älter sind und dazugelernt haben. Probleme gibt es jedoch auch noch heute bei der Auswahl des passenden Brand Fit und beim Reporting nach einem Auftrag. Auf Umfrage nutzt bisher nur ein sehr kleiner Teil der Anwesenden Tools zum Reporten – die manuelle Auswertung ist derzeit usus und stellt nicht nur E.ON vor Herausforderungen.

Martin Kydd und Cathrin Mittermeier

Bei die BUNTE.de (Hubert Burda Media) wird ebenfalls Influencer Marketing genutzt. Meist im Zusammenhang mit Auftritten auf roten Teppichen. Ein “festes Gesicht” kann man derzeit nicht aufweisen, da es aufgrund des Alters der Marke schwierig ist, jemanden passenden zu finden.

Lutz Staacke, Head of Social Media beim Deutschen Landwirtschaftsverlag berichtete kurz über seine Erfahrungen. Im Magazin “Food & Farm” – übrigens sehr ansprechend, auch wenn man kein Landwirt ist – setzt man auf Influencer aus der Branche: Landwirte. Da diese das Magazin sehr ansprechend finden, scheint es keine Probleme zu geben, geeignete Kandidaten zu finden. Besonders interessant war auch sein Bericht über einen Fail. Für eine Messe wurden Sneaker aus Leder mit Branding 13 Personen zur Verfügung gestellt, welche darüber berichten sollten. Leider gab es diesbezüglich keine Verträge, so dass die Sneaker bis heute gern getragen, aber wenig promotet wurden.

Ähnlich ging es den Mitarbeitern bei Jochen Schweizer / Mydays. 2018 begann man mit Influencer Marketing ohne jegliche Regeln, was nicht unbedingt zu viel Erfolg führte. Ab 2019 ging man das Thema dann professioneller an. Inzwischen gibt es feste Influencer, die gelegentlich ein Take Over durchführen. Diese Influencer werden zu verschiedenen Events eingeladen, um darüber zu berichten.

 

Die BKK ProVita, die erste gesetzliche, veggiefreundliche Krankenkasse in Deutschland, setzt ebenfalls auf Influencer Relations. Dabei stehen Blogbeiträge im Vordergrund – sie erzielten bisher sehr gute Erfolge, vor allem im Bezug auf neue Anfragen beim Vertrieb.

Interessant waren auch die Ausführungen einer Vertreterin von Media Markt / Saturn. Eine gerade aktive Influencer-Kampagne ist die Challenge “Wer ist besser?”. Dabei sind bekannte Gesichter wie Barbara Schöneberger und Boris Becker zu sehen. Hingegen setzen Dallmayr und die IKK classic eher auf Micro Influencer.

Die Schnellrestaurantkette “Five Guys – vertreten durch eine Münchner Agentur – betreibt ebenfalls Influencer Marketing, jedoch in der Free Version. Bei einer Restauranteröffnung werden Influencer eingeladen und darum gebeten, dies zu vermarkten, wenn sie wollen. Einzige Bezahlung: Das Essen ist umsonst. Da die Marke derzeit sehr beliebt ist, gibt es regelmässige Anfragen für Shootings in den Räumen der Kette, was ganz nebenbei die Awareness steigert.

Um ihre neue Wintersport-App “Snowthority” bekannter zu machen, nutzt Wetter.com ebenfalls Influencer. Dabei stehen sie jedoch noch ganz am Anfang und testen verschiedene Wege aus.

Impulsvortrag AVON

Nach diesen vielen Erfahrungsberichten durfte Martin Kydd aus dem Nähkästchen bei AVON plaudern.

Wer kennt noch AVON? Für viele junge Teilnehmer ist diese Marke kein Begriff mehr. Dabei ist sie noch immer die grösste Marke im Direktvertrieb. Doch genau das ist ein Problem. Die Marke möchte jünger werden und hat sich einiges dazu einfallen lassen.

Besonders bei Produktlaunches bietet es sich an, mit Influencern zu arbeiten. Leider gibt es recht wenige, wirklich grosse Influencer für Kosmetik in Deutschland, sodass man gefühlt die 100ste Marke bei einem Influencer ist, die dieser dann nebenbei vermarktet.

Aus diesem Grund hat AVON den Influencer Club ins Leben gerufen. Ursprünglich ein Produkttester-Club, der bereits viele treue Fans hatte und nun als Micro-Influencer Pool dient. Aus den Mitgliedern werden nach einer Bewerbung Tester ausgewählt, die möglichst unterschiedlich sind und so jedes Frauen- und Männerbild bedienen können. Derzeit bewerben sich bei jeder Aktion 100 bis 1.000 Personen. Von den Auserwählten posten 95 % ihre Erfahrungen auf Social Media und 85 % bewerten die Produkte im Shop. Aufgrund der Mund-zu-Mund-Propaganda der “normalen Menschen” konnte AVON eine sehr gute organische Reichweite generieren. Ausserdem setzt AVON bei der Auswahl der Influencer und Ausschreibungen auf das Tool “Collabary by Zalando”.

Als Unternehmen für Frauen engagiert sich AVON auch sozial. Der Kampf gegen Brustkrebs und gegen häusliche Gewalt ist dem Unternehmen ein grosses Anliegen. Dies unterstützt es durch den Verkauf von Charity-Produkten aus der Kollektion SOLIDARITÄT oder den AVON Frauenläufen. Jeweils ein Euro jedes Teilnehmerbeitrages der vollzahlenden Läuferinnen geht in Berlin an den Härtefond der Berliner Krebsgesellschaft. AVON rundet den erzielten Spendenbetrag dabei stets auf 25.000 Euro auf. Auch hier werden Influencer eingesetzt, um dem Kampf mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Fazit

Auch wenn man in den Medien immer wieder hört, dass Influencer Marketing seinen Zenit bereits überschritten hat, setzen erstaunlich viele Unternehmen diese Massnahmen immer noch ein. Manche stehen sogar erst am Anfang und nutzen die Erkenntnisse grösserer, erfahrener Unternehmen. Diese wiederum nutzen ihre Erfahrungen, um verschiedenste Wege zu gehen, die ihrer Marke mehr Gewicht in der Branche verleihen.

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Romy Fuchs

Romy hat richtig viel Erfahrung im Agenturumfeld und ist zertifizierter HubSpot Trainer. Ihre Leidenschaft gehört dem Aufstöbern neuer Wege, die direkt zu einem noch erfolgreicheren Inbound Marketing führen. Dass man dabei auch mal in eine völlig andere Richtung denken muss, reizt sie ganz besonders. Darüber hinaus verfügt sie über tiefgreifendes Social Media Wissen, das sie in den vergangenen Jahren vor allem für IT-Unternehmen eingesetzt hat und jetzt dazu nutzt, BEE.Marketing auszubauen

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