Inbound 2017 BEE.Diary: Day 3

Bekanntlich hat ja jede Medaille zwei Seiten. Und heute ganz besonders. Einerseits freue ich mich auf viele Vorträge, andererseits sind es die letzten! Denn heute schreiben wir Tag 3 der Inbound 17 – was für eine Zeit.

Ben’s Reflektionen zur Inbound 17

Heute lassen wir zuerst Ben zu Wort kommen. Ben, du als unser BEE.Agenturleiter, was nimmst du aus der Zeit in Boston mit?

Danke Manuela für diese Frage. Vor allem habe ich eine tolle Zeit mit meinem Team gehabt. Es war mir eine grosse Freude zu erleben, wie der BEE.Spirit sich im Team immer weiterentwickelt. Die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten und welche gemeinsamen Ziele wir verfolgen ist für mich und das gesamte Team eine sehr grosse Motivation, Inbound Marketing noch weiter bekannt zu machen.

Inhaltlich habe ich viele neue Ideen und Inspirationen mitgenommen, die ich direkt bei BEE und unseren Kunden umsetzen kann. Ausserdem war der Austausch auf internationaler Ebene sehr wertvoll für meine eigene persönliche Entwicklung und für BEE.

Und, Ben, jetzt kommt die Frage aller Fragen: Was bedeutet für dich Inbound?

Die Verbindung von Strategie, Methodik, Technologie und Kreativität für einzigartige digitale Erlebnisse. Unaufdringlich. Kontinuierlich. Anziehend. Persönlich.

Sehr schön. Vielen Dank Ben.

Making room for creativity

Tina hat heute ganz viel Energie aufnehmen können. Warum? Sie sagts euch gleich selber:

Heute bestreiten wir den letzten Tag der Inbound Konferenz  – und Gott sei Dank geht der Tag ein wenig ruhiger los. Und damit ist nicht nur das gemütliche Frühstück bei Whole Foods mit Oatmeal und frischen Früchten gemeint. Ich beziehe mich damit auch auf die Energie des “Keynote Speakers” Ed Catmull. Er ist ein amerikanischer Informatiker, der zu vielen wichtigen Entwicklungen in der Computergrafik beigetragen hat. Und dementsprechend ruhig und besonnen referiert er. Niemand würde vermuten, dass er vierfacher Oscar-Preisträger ist.

“Creativity is all about solving problems. Just remove the barrier and let the creativity flow!” – Ed Catmull @ Inbound 17

Sagt er und spricht sogleich darüber, dass jeder Mensch im Grunde genommen einen unerschöpflichen Fundus an Kreativität in sich trägt, der nur darauf wartet, freigesetzt zu werden. Vielen Menschen würde jedoch bereits in der Schule und durch soziale Konditionierung ausgeredet, dass sie kreativ sein können. Ein Glaubenssatz, der sich – wie alle Glaubenssätze – gegen einen wenden kann, wenn man ihn befolgt.

In Folge geht Catmull dazu über, in wenigen Punkten aufzuzeigen, wie eine “Kultur der Kreativität” geformt werden kann – eingebettet in interessante Anekdoten aus seiner Zeit bei Pixar und Walt Disney. Denn, wer es noch nicht wusste, 1986 gründete Catmull zusammen mit Steve Jobs die Firma Pixar.

“Our job is not to prevent errors but to correct them when they occur!” – Ed Catmull @ Inbound 17

Womit wir schon gleich beim ersten Prinzip gelandet wären: Make it ok to make mistakes“.

Das zweite Prinzip ist nicht weniger wichtig: Create peer-to-peer exchange“. Mit anderen Worten: Eliminiere Hierarchien.

Auch Punkt drei hat es in sich: Kläre die Verantwortlichkeiten und wer die Entscheidungen trifft.

Ganz am Ende fügt er leise sein viertes Prinzip hinzu: „Watch the dynamics very carefully“.

Ziel sollte das gemeinsame Generieren von Ideen auf einer Ebene sein. So sollte sich niemand an spezifische Ideen klammern, diese für sich in Anspruch nehmen und verteidigen. Ideen sollten vielmehr bildlich gesprochen in den Raum, das Gebäude hinein und hinaus fliessen. Auf diese Weise kann kreatives Gedankengut entstehen und sich weiterentwickeln.

„Every once in a while magic happens. You feel ego leave the room.“ – Ed Catmull @ Inbound 17

Und damit war für mich persönlich der Höhepunkt von Catmulls Rede erreicht. Für mich ist und bleibt er ein Magier, der auf leisen Pfoten ganz grosses geschafft hat. Und der damit, ohne es zu wollen, einen wichtigen Aspekt zur Entwicklung eines kreativen Inbound Plans vorlegt: Das Schaffen der richtigen Kultur.

Just be yourself

Martin, wie fühlst du dich am letzten Tag der Inbound 17?

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge fieberte ich dem letzten Tag der Inbound 17 entgegen.

Während der Inbound hatte nicht nur die Möglichkeit, Learnings für meine Fachbereiche zu ziehen, sondern wurde auch durch zahlreiche Speaker inspiriert. Die Inspiration des Tages habe ich von meinem „Kindheitshelden“, John Cena, erhalten.

“Be authentic and believe in what you do.” – John Cena @ Inbound 17

Wir sind häufig von Personen im privaten und beruflichen Umfeld umgeben, die eine bestimmte Rolle einnehmen und oft nicht sie selbst sind. Wenn man nicht sich selbst ist, wie kann man dann mit dem zufrieden sein, was man tut? Wird man dann auch wirklich als eine authentische und vertrauenswürdige Person wahrgenommen? Was auf Personen zutrifft, halte ich auch für Unternehmen wichtig.

Zur Selbstreflektierung solltest du dir diese 5 Fragen stellen. Egal, ob du ein Unternehmen führst oder angestellt bist.

  1. Was macht dein Unternehmen genau?
  2. Was und warum machst du das?
  3. Kennst du dein Publikum bzw. deine Zielgruppe?
  4. Hast du Angst, dir bestimmte Fragen zu stellen?
  5. Liebst du, was du tust?

Zusammenfassend kann ich zur Inbound 17 dies sagen: Erst ging meine Erwartungshaltung eher in eine andere Richtung: „Ein Marketingevent mit ausschliesslich Vorträgen über Marketingthemen. Logisch oder? Jedoch wurde mir schon am ersten Tag klar, dass es um viel mehr geht. Der Event heisst ja auch nicht Inbound Marketing 17, sondern Inbound 17.

Und jetzt du, Martin, was bedeutet für dich Inbound?

Inbound ist für mich eine Vision. Die Vision, dass wir zukünftig vielleicht mal nicht mehr in einer disruptiven Gesellschaft leben müssen, in der wir gegen unsere Natur handeln oder behandelt werden.

Danke Martin, kurz und knackig ;). Sein Text wurde von mir zensiert, ansonsten wäre sein Text über 1000 Wörter lang geworden. :)

Content, der Geschichten erzählt

Nun möchte ich euch noch meine Erkenntnisse, Emotionen und Gedanken mit auf den Weg geben.

Nebst dem lehrreichen Vortrag von Viveka von Rosen, LinkedIn-Expertin in Person, habe ich heute zwei sehr bewundernswerte Menschen getroffen, die trotz ihres Erfolges einfach nur menschlich sind. Für mich persönlich ein ganz spezieller Moment, schon fast Highlight dieser Boston-Woche. Vielen Dank an den CEO von HubSpot, Brian Halligan und den CTO von HubSpot, Dharmesh Shah.

inbound-founders

Nun aber zu dem spannenden Vortrag mit dem Titel „4 Schritte zu explosivem LinkedIn Content Marketing, welcher auch erfolgreich ist.

Hier einige interessante Punkte:

  • LinkedIn-Nutzer lieben langen Content. Haben Post unter 500 Wörtern, werden sie selten gelesen. Texte mit 3000 – 5000 Wörtern erreichen die meisten Interaktionen.
  • LinkedIn erlaubt nun, über private Accounts Videos hoch zu laden. Über Firmen-Accounts ist dies noch nicht möglich.
  • Blogartikel können 1:1 in LinkedIn-Artikel kopiert werden. Dabei empfiehlt es sich aus SEO-technischen Gründen Long-Forms zu erstellen.
  • Sog. Favorite Folder helfen, schneller Artikel, Personen und Unternehmen in LinkedIn zu finden.
  • Bei den LinkedIn-Artikeln empfiehlt es sich, Calls to Action einzubauen.
  • Backlinks zur Webseite sind natürlich weiterhin erlaubt.

Die Inbound17 war ein wirklich faszinierender und inspirierender Event, der bleibende Spuren hinterlassen wird. Auf folgende Learnings bzw. Punkte werde ich in den nächsten Monaten ein besonderes Augenmerkmal setzen:

  • Gutes Content Marketing muss eine Geschichte erzählen, die in Erinnerung bleibt. Es gibt so viel Bullshit-Content, den der Leser konsumiert und gleich wieder vergisst. Content wird von Menschen gelesen und muss deshalb von Menschen für Menschen geschrieben werden.
  • Die optimale Länge des Contents hängt stark von der Quelle ab, in der dieser konsumiert wird. LinkedIn-Leser lieben langen Content. Auch bei Suchmaschinen ist dies vermehrt der Fall. Bei Emails sollte die Message jedoch kurz und klar rüber kommen.
  • Gib dem Leser die Möglichkeit, auf den ersten Blick zu erkennen, ob der Inhalt interessant ist für ihn und seine Fragestellung beantwortet. Am besten mit einer kurzen Summary am Anfang.
  • Der produzierte Content muss besser sein als das, was die Mitbewerber schon kreiert haben. Dafür ist eine detaillierte Mitbewerberanalyse unumgänglich. Welche Keywords und Themen besetzen sie? Wie kommunizieren sie ihren Content gegen aussen (Social Media)? Welche Tonalität und Schreibstil verwenden sie? Wie lange ist deren Content? Erst wenn eine Content-Idee noch nicht besser realisiert wurde, lohnt es sich, diese weiter zu verfolgen.
  • Um gute Ideen zu kreieren, ist es wichtig, Raum für Kreativität zu schaffen. Zwanglos und authentisch, alles ist erlaubt.
  • Es lohnt sich das neue HubSpot-Feature Content Strategie in die Praxis umzusetzen.

Google Analytics in 15 Minuten

Den Abschluss macht Adrian mit einem spannenden Review über einen Talk zum Thema Google Analytics von Gabe Wahhab der Agentur Square 2 Marketing (übrigens die erste Partneragentur von HubSpot).

Wie ich schon im ersten Blogpost geschrieben habe, sind Marketing-Metriks wie Views und Visits nicht die wichtigsten Indikatoren für den Erfolg einer Website und anderer Online-Marketingmassnahmen. An dieser Stelle sollte primär der Zusammenhang der Marketingmassnahmen mit den Unternehmenszielen untersucht werden. Mit Google Analytics kann man in kurzer Zeit wichtige Reports erstellen und auswerten. Dies geht vor allem mit den Features Goals (wichtig: Goals kann man einen Geldwert zuschreiben), Events und Segments. Folgende 6 wichtige Fragen sollten im Zentrum jeder digitalen Marketinganalyse stehen und können in Google Analytics mit den neben den Fragen beschriebenen Features beantwortet werden.  

  1. Erreicht meine Seite die Unternehmensziele? Goals, z.B. kostenlose Beratung
  2. Was machen die Besucher auf meiner Seite? Events, z.B. Likes eines Blogartikels
  3. Welche Seiten werden am meisten und welche am wenigsten besucht?: Behavior
  4. Wie kommen die Besucher auf meine Website? Acquisiton
  5. Wieviel soll ich in die Optimierung der Anzeige der Website auf mobilen Geräten investieren? Audience > Mobile
  6. Ist meine Seite korrekt für Google Analytics konfiguriert? Fehlerhafte Implementierungen sind leider verbreitet, die Chrome-Erweiterung „Google Tag Assistant“ hilft jedoch bei der Konfiguration.

Danke für deinen Ansatz Adrian. Google Analytics ermöglicht uns digitalen Marketern wirklich an der richtigen Schraube zu drehen. Vorausgesetzt, man nutzt es richtig.

Nebst einer spannenden Konferenz sind wir die Tage als Team weiter zusammen gewachsen, wie das Ben auch schon am Anfang des Artikels erwähnte. Martin und ich sind ja gerade mal seit zwei Monaten im Team. Das AirBnB hat aber einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir uns diese Woche wie eine kleine, crazy Familie fühlten. Wir haben gelacht, wir haben Spass gehabt und last but not least auch sehr Gas gegeben und vieles in dieser Woche erreicht. Vielen Dank an das BEE.Team und speziell an Ben, der uns dieses Team-Event ermöglichte. Wir (ich bin sicher, hier im Name aller schreiben zu dürfen) sind stolz, ein Teil des Bienenvolkes zu sein!

Bis bald, und dann wieder aus der Schweiz. Tschüüüss

Feature-Bild: Mirjam Ulbert

 

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Manuela Fiscelli
Manuela Fiscelli
Volle Kraft voraus: Powerfrau Manuela ist eine Macherin, die Dinge liebt, denen eine kraftvolle Dynamik innewohnt – im Job wie im Privatleben: innovative Marketingtechnologien, aufregende Online-Präsenzen, Content Marketing Strategien, Poetry Slam und Eishockey. Nach ihrer Ausbildung zur Dipl. Marketing Managerin HF und Eidg. Dipl. Marketingfachfrau hat sie Inbound Marketing auf Unternehmensseite schon tatkräftig umgesetzt und bringt ihre wertvolle Erfahrung jetzt für die BEE Kunden ein. Die spannenden Inhalte des Lebens saugt sie in sich auf, um anderen die Essenz daraus klar und verständlich bereitzustellen.

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